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Aufatmen für alle Nullverdiener
EU-Parlament will unbezahlte Praktika abschaffen

Aufatmen bei der Generation Praktikum: Was sich als "Einblick in die Berufswelt" tarnt, ist meist nicht weit entfernt von Sklavenarbeit. Dass Jugendliche durch unbezahlte Praktika ausgebeutet werden, haben nun auch EU-Parlamentarier bemerkt. Durch eine europäische Qualitätscharta wollen sie nun den Leiden der umsonst arbeitenden Jugendlichen ein Ende setzen.

Bezahlte Praktika - da freut sich das Sparschwein.
Foto: iSTOCK
In dem geplanten Abkommen soll den Praktikanten eine „Mindestzuwendung basierend auf den Lebenserhaltungskosten am Praktikumsort“, Versicherungsschutz und Sozialleistungen zugstanden werden. In dem Bericht wird der Ausbildungscharakter eines Praktikums betont. Jugendliche sollen keinen vollwertigen Mitarbeiter ersetzen, sondern bestimmte Qualifikationen und Tätigkeiten erlernen, die zukünftig klar ersichtlich sein sollen.  Verfasst wurde dieser Text von der jüngsten EU-Abgeordneten, der 26-jährigen dänischen Grünen Emilie Turunen.

Die EU-Institutionen wollen mit gutem Beispiel vorangehen und künftig allen ihren Praktikanten diese Mindestzuwendung sowie Sozialleistungen zukommen lassen.

Angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der EU-Staaten von 21,4  Prozent fordern die Europaparlamentarier außerdem die Schaffung einer „Europäischen Jugendgarantie“. Diese soll allen Jugendlichen nach höchstens vier Monaten Arbeitslosigkeit entweder einen Job, eine Lehrstellen, eine Zusatzausbildung oder eine Kombination aus Arbeitsplatz und Ausbildung garantieren.

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